Justus Bier Preis 2019

Der mit 5.000 € dotierte Justus Bier Preis für Kuratoren – seit 2009 zum elften Mal vergeben – geht in diesem Jahr an die Kuratoren Jürgen Pech und Friederike Voßkamp


Ausgezeichnet werden sie für das Projekt und die Publikation:

 

Ruth Marten - Dream Lover,
Max-Ernst Museum Brühl des LVR, 14.10.2018 - 24.2.2019

 


Aus der Begründung der Jury:


Die New Yorker Multimedia-Künstlerin Ruth Marten macht souverän die Grenzen zwischen künstlerischen Disziplinen wie auch zu angrenzenden Feldern durchlässig. Vom Ausgangspunkt als Tätowiererin her knüpft sie in meisterlichen Collagen, Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen auf ebenso märchenhafte wie hochaktuelle Weise an DADA und Surrealismus, an Popkunst und Alltagsästhetik an und legt dabei eine schier überbordende Fantasie von subversiver Kraft an den Tag.

Das Max-Ernst Museum in Brühl widmete Ruth Marten kürzlich die erste museale Einzelausstellung in Europa und einen besonders liebevoll gestalteten Katalog, der Züge eines Künstlerbuches trägt, ohne dabei die Funktion als Medium übersichtlicher Information zu vernachlässigen.

Inmitten des künstlerisch reichen Rheinlands gelegen und umgeben von vielen herausragenden Museen und Ausstellungshäusern ist es dem Max-Ernst-Museum mit dieser Ausstellung einmal mehr auf exemplarische Weise gelungen, ausgehend vom Erbe Max Ernsts den Blick auf ein eigenwilliges, grenzgängerisches künstlerisches Werk zu richten und damit dem kunstinteressierten Publikum seine produktive Energie zu erschließen.


Die Preisverleihung findet am 12. März 2020 im Max Ernst Museum in Brühl statt.


Die Preisträger*in:


Dr. Jürgen Pech ( * 1956 ) studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Klassische Archäologie an den Universitäten in Gießen und Bonn. Seit 1981 kuratiert er Ausstellungen zu Max Ernst, zur Klassischen Moderne, zur zeitgenössischen Kunst und Fotografie. Seine Katalogbeiträge dazu erschienen im In- und Ausland.

Unter den eigenständigen Publikationen sind hervorzuheben: »Max Ernst – Fotografische Porträts und Dokumente« (1991), »Max Ernst – Graphische Welten« (2003), »Max Ernst – Plastische Werke« (2005) und zuletzt 2019 »Max Ernst – D-paintings – Zeitreise der Liebe«.

Seit 2006 ist Dr. Pech wissenschaftlicher Leiter des Max Ernst Museum Brühl des LVR.


Friederike Voßkamp M.A. (*1986) studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Öffentliches Recht an den Universitäten Heidelberg und Athen sowie Museologie an der École du Louvre Paris. Im Anschluss daran war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Beauftragte für die internationalen Partnerschaften am Institut für Europäische Kunstgeschichte in Heidelberg tätig. Von 2017 bis 2019 absolvierte sie ein wissenschaftliches Volontariat im Max Ernst Museum Brühl des LVR und schloss danach ihre Dissertation zum Motiv der Vier Jahreszeiten im 18. und frühen 19. Jahrhundert ab. Gegenwärtig ist sie Referentin bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn.

 

Justus Bier Preis 2018

Der Justus Bier Preis für Kuratoren und Kuratorinnen –  seit 2009 zum 10. Mal vergeben – geht in diesem Jahr an Inke Arns, Igor Chubarov und Sylvia Sasse


Ausgezeichnet werden sie für das Projekt und die Publikation:

 

Sturm auf den Winterpalast – Forensik eines Bildes,
Ausstellung im Hartware MedienKunstVerein im Dortmunder U, 25. November 2017 – 8. April 2018

 


Aus der Begründung der Jury:


Der Justus Bier Preis widmet sich Ausstellungsprojekten und Publikationen, die durch eine originelle Themenstellung und eine fundierte fachliche Aufarbeitung beeindrucken. Beides ist nach Meinung der Jury mit dem Projekt Sturm auf den Winterpalast – Forensik eines Bildes hervorragend gelungen.


Die Ausstellung Sturm auf den Winterpalast – Forensik eines Bildes liefert eine konzentrierte und zugleich komplexe Analyse einer einzigen Fotografie und ihrer Anwendungsmöglichkeit auf die heutige Zeit. Zum 100. Jubiläum der russischen Oktoberrevolution richtete der Hartware MedienKunstVerein im Dortmunder U ab November 2017 eine von Inke Arns und Sylvia Sasse kuratierte Ausstellung aus, die sich mit dem Symbolbild dieser Revolution, einer Schwarzweißfotografie der Erstürmung des St. Petersburger Winterpalastes, beispielhaft auseinandersetzte.


Obwohl die Aufnahme das historische Ereignis nicht abbildet, sondern ein Standbild von einem Massenspektakel zum 3. Gedenktag der Revolution 1920 ist, wurde es aus verschiedenen Gründen immer wieder als fotografischer Beweis der revolutionären Handlung benutzt, veröffentlicht und ausgestellt. Das Schauspiel dauerte 75 Minuten, über 10.000 Schauspieler und Statisten führten es vor über 60.000 Zuschauern am Originalort auf.


Die Kuratorinnen haben neben der in der Sowjetzeit zur Ikone gewordenen Aufnahme weitere Standbilder und einen Film der theatralen Wiederaufführung auf Manipulationen, Zuschreibungen und Anwendungsarten untersucht.


Die Ausstellung und das sie begleitende, umfangreiche, mit zusätzlichem Material versehene, und in Zusammenarbeit mit Igor Chubarov herausgegebene Buch, das auch zahlreiche Originaltexte der Mitglieder des Regiekollektivs um Nikolaj Evreinov, zeigen auf beeindruckende Weise Parallelen zwischen der Medialisierung des historischen Ereignisses und aktuellen politischen Situationen auf. Die Kuratorinnen der Ausstellung leisten so eine beeindruckende und präzise Aufklärungsarbeit bei der Konstruktion politisch motivierter Narrative.


Die Preisträgerinnen:


Dr. Inke Arns (*1968), Direktorin des HMKV in Dortmund. Seit 1993 freie Kuratorin und Autorin mit den Schwerpunkten Medienkunst und -theorie, Netzkulturen, Osteuropa. Nach einem Aufenthalt in Paris (1982-1986) Studium der Slavistik, Osteuropastudien, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte in Berlin und Amsterdam (1988-1996), 2004 Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin.


Sie kuratiert(e) Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. am Bauhaus (Dessau), n.b.k. (Berlin), in der Moderna galerija (Ljubljana), Künstlerhaus Bethanien (Berlin), Karl Ernst Osthaus Museum (Hagen), Museum of Contemporary Art (Belgrad), Centre for Contemporary Arts – CCA (Glasgow), KW Institute for Contemporary Art (Berlin), Videotage (Hong Kong), Museum of Contemporary Art Vojvodina (Novi Sad), Centre for Contemporary Art Zamek Ujazdowski (Warschau), Contemporary Art Centre CAC (Vilnius), La Panacée (Montpellier), Jeu de Paume (Paris), Autocenter (Berlin), Kunsthall Charlottenborg (Kopenhagen), Haus der Kulturen der Welt (Berlin), Muzeum Sztuki (Łodz), NCCA (Jekaterinburg).


Gemeinsam mit Igor Chubarov und Sylvia Sasse hat sie 2017 das Buch Nikolaj Evreinov & andere. Der Sturm auf den Winterpalast auf Deutsch und Englisch bei diaphanes herausgegeben. 2020 wird die Publikation zudem auf Russisch erscheinen.


Sie ist Autorin zahlreicher Beiträge zur Medienkunst und Netzkultur und Herausgeberin von Ausstellungskatalogen. Bücher: Neue Slowenische Kunst (NSK) – eine Analyse ihrer künstlerischen Strategien im Kontext der 1980er Jahre in Jugoslawien (2002), Netzkulturen (2002), Objects in the mirror may be closer than they appear! Die Avantgarde im Rückspiegel (2004).


Prof. Dr. Igor Chubarov (*1965) ist Philosoph und Professor an der Staatlichen Universität Moskau. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Philosophie der Russischen Akademie der Wissenschaften und Redakteur des Magazin Logos. Er publizierte zu Moderner Kunst und Proletarischer Kunst der frühen Sowjetunion, Geschichte der russischen Philosophie, Theorien der Macht, Theorie der Maschinen, Medientheorie und Evreinov.


Studium der Philosophiegeschichte an der Lomonossov-Universität Moskau, Doktorarbeit 1996 zum Thema Phänomenologische Philosophie in Russland. Ph.D. zum Thema Kollektive Sinnlichkeit der linken Avantgarde. Verleger des Logos-altera-Verlags (Moskau). Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Russischen Akademie der Wissenschaften, Abt. Analytische Anthropologie (2001-2017). Fellow von Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (Berlin, 2002 – 2003). Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung (Berlin, 2006 – 2008). Direktor des Instituts für Sozial- und Geisteswissenschaften der Tjumen Staatsuniversität


Gemeinsam mit Inke Arns und Sylvia Sasse hat er 2017 das Buch Nikolaj Evreinov & andere. Der Sturm auf den Winterpalast auf Deutsch und Englisch bei diaphanes herausgegeben.


Er ist Autor verschiedener Bücher und Artikel, u.a.: Kollektive Sinnlichkeit: die Theorie und Praxis der linken Avantgarde (Kollektivnaja tchuvstvennost': teorii i praktiki levogo avangarda), Мoskau: HSE Publishing House, 2014. – 344 s., Walter Benjamin. Lehre vom Ähnlichen. Medienästhetische Schriften. Hrsg. und Nachwort I. Chubarov (mit I. Boldirev), Moskau: RUSH. 2012, Die Erfahrung der unbewussten Mimesis in der Ornamentik der russischen Avantgarde, Paragrana: Internationale Zeitschrift Historische Anthropologie. Berlin. Band 23, Heft 2. 2014. S. 115-127, Anthropologie der Maschine. Die ‚literarischen‘ Maschinen Andrej Platonovs. In: Hans-Christian von Herrmann u.a. (Hg.): Maschinentheorien/Theoriemaschinen. Frankfurt am Main: Peter Lang, 2012. S. 83-96, Interview mit Kerstin Holm: Das Denken im Straflager begreifen, FAZ. 28.10.2016.


Prof. Dr. Sylvia Sasse (*1968) ist Professorin für Slavistische Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Sie ist Kodirektorin des Zentrums für Künste und Kulturtheorie (ZKK), Mitglied des Zentrums für Geschichte des Wissens (ZGW) und Mitherausgeberin von Geschichte der Gegenwart. (www.geschichtedergegenwart.ch)


Sasse studierte Slavistik und Germanistik in Konstanz und St. Petersburg und promovierte mit einer Arbeit zur Sprachphilosophie des Moskauer Konzeptualismus 1999 in Konstanz. Danach forschte sie an der Universität Berkeley, am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin und an der Freien Universität Berlin, wo sie 2005 mit einer Arbeit zum Beichten in der russischen Literatur habilitierte. Das Buch Wortsünden. Beichten und Gestehen in der russischen Literatur erschien auf 2009 Deutsch und 2012 Russisch.


Bevor sie auf den Lehrstuhl für Slavistische Literaturwissenschaft nach Zürich wechselte, war sie Professorin für Slavische Literaturen und Kulturen an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Literatur-, Theater- und Performancetheorie sowie der Verbindung von Recht und Literatur. 2014 bekam sie für das Forschungsprojekt Performance Art in Eastern Europe: History and Theory (1950-1990) einen ERC-Grant. 2017 kuratierte sie gemeinsam mit Inke Arns die Ausstellung Sturm auf den Winterpalast in Zürich, Dortmund und Łodz.


Gemeinsam mit Inke Arns und Igor Chubarov hat sie 2017 das Buch Nikolaj Evreinov & andere. Der Sturm auf den Winterpalast auf Deutsch und Englisch bei diaphanes herausgegeben und zudem Nikolaj Evreinovs theatertheoretische Schriften Theater für sich in einer deutschsprachigen Edition publiziert.


Sie ist Autorin verschiedener Bücher und Artikel, u.a. Wortsünden, München 2009 (russ. Übersetzung Moskau 2012), Michail Bachtin zur Einführung, Hamburg 2010, 2. Auflage 2018, Subversive Affirmation. Kritik der Kritik revisited (2019 bei diaphanes in Deutsch und Englisch).


Die Kuratoren*innen teilen sich den Preis, der mit insgesamt € 5.000,- dotiert ist.


Die Preisverleihung findet am 29. März 2019 im Hartware MedienKunstVerein im Dortmunder U statt.

Justus Bier Preis 2017

Der Justus Bier Preis für Kuratoren – seit 2009 zum neunten Mal vergeben – geht in diesem Jahr an Andreas Beitin, Brigitte Franzen und Holger Otten


Ausgezeichnet werden sie für das Projekt und den Ausstellungskatalog

 

Mies van der Rohe: Montage Collage, Ludwig Forum Aachen,
Museum Georg Schäfer Schweinfurt, 2017

 


Aus der Begründung der Jury:


Der Justus Bier Preis widmet sich Ausstellungsprojekten und Publikationen, die durch eine originelle Themenstellung und eine fundierte fachliche Aufarbeitung beeindrucken. Beides ist nach Meinung der Jury mit dem Projekt zu den Montagen und Collagen von Mies van der Rohe beispielhaft gelungen. Zwar ist Mies van der Rohe ein weltbekannter Architekt, dessen Werk bis heute Anlass für unzählige Untersuchungen bildet, allerdings fehlte bislang eine systematische monografische Gesamtdarstellung seiner Collagen und Fotomontagen. Dies ist umso bemerkenswerter, als gerade dieser Teil des Werkes einen umfassenden Einblick in das Denken Mies van der Rohes bietet. Den Herausgebern gelingt es, eben jenen panoramatischen Aspekt dieser Werkgruppe mustergültig deutlich zu machen. In den profunden Beiträgen einflussreicher amerikanischer Architektur­theoretiker wie Barry Bergdoll, Dietrich Neumann oder Martino Stierli wird darüber hinaus nicht nur der künstlerisch eigenständige Charakter des Collagenwerks deutlich, sondern auch die besondere Bedeutung, die diese Arbeiten im Hinblick auf das Raumkonzept Mies van der Rohes hatten. Zu Recht legen Ausstellung und Katalog einen besonderen Schwerpunkt auf die in den Collagen sichtbare Verbindung zwischen Bildender Kunst und Architektur. Dabei zeigt sich zum einen der ausgesprochen freie, fast postmoderne Umgang des Architekten mit der Kunst, andererseits aber auch seine Bindung an die wichtigen europäischen Avantgardebewegungen der 1920er Jahre. Dass die Ausstellung für das Ludwig Forum in Aachen entwickelt wurde und damit in der Geburtsstadt des Architekten, wo er bis zu seinem 19. Lebensjahr lebte, macht das Projekt auch geostrategisch zu einem Glücksfall. Dies umso mehr, als mit dem Georg Schäfer Museum in Schweinfurt als zweiter Station der Schau die Stadt in den Blickpunkt rückt, für die Mies van der Rohe von 1960–1963 einen – allerdings unrealisierten – pavillonartigen Museumbau plante, der dann zur Grundlage für seine weltberühmte Neue Nationalgalerie in Berlin werden sollte.


Vita Preisträger/-in:


Dr. Andreas Beitin (*1968) studierte Kunstgeschichte, Angewandte Kulturwissenschaften sowie Neuere und Neueste Geschichte. Nach seiner erfolgten Promotion war er von 2004 bis 2016 am ZKM | Museum für Neue Kunst, Karlsruhe, tätig. Nachdem er zunächst in verschiedenen wissen­schaftlichen und kuratorischen Positionen gewirkt hat, übernahm er im Jahr 2010 die Leitung des Museums. Während seiner Tätigkeit im ZKM war er als Kurator und Co-Kurator für die Konzeption und Realisierung von vielen international beachteten Ausstellungen verantwortlich. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Texte im In- und Ausland publiziert und Vorträge gehalten; darüber hinaus trat er als Herausgeber verschiedener Publikationen in Erscheinung. Andreas Beitin wirkt seit vielen Jahren in zahlreichen Kunstjurys und wissenschaftlichen Gremien mit. Seit Februar 2016 ist er Direktor des Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen.


Dr. Brigitte Franzen (*1966) ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin. Sie ist Vorstand und Geschäfts­führerin der Peter und Irene Ludwig Stiftung, die weltweit mit 28 Museen und Institutionen aus dem Bereich der Bildenden Kunst verbunden ist.
2009-2015 war sie Direktorin des Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen. Von 2005–2008 arbeitete sie als Kuratorin für Gegenwartskunst am Westfälischen Landesmuseum und war dort mit Kasper König und Carina Plath Kuratorin der Skulptur Projekte Münster 2007, dem internationalen Referenzprojekt für Kunst im öffentlichen Raum. 2005 gründete sie das Skulptur Projekte Archiv in Münster, das 2007 erstmals ausgestellt wurde.

Seit 1993 hat sie zahlreiche Ausstellungsprojekte zur Kunst und Architektur des 20. und 21. Jahr­hunderts verantwortet, darunter skulptur projekte münster 07 (2007), Stephen Willats (2008), Ergin Cavusoglu (2009), West Arch – A New Generation in Architecture (2010), Hyper Real – Kunst und Amerika um 1970 (2011), Susan Philipsz (2011), Nie wieder störungsfrei-Aachen Avantgarde seit 1964 (2011), Phyllida Barlow (2012), Die Stadt, die es nicht gibt (2012), Nancy Graves Project (2013), Kinderkönigreich – Pawel Althamer und Freunde laden ein (2014), Ostwärts. Sowjetische Kunst in der Sammlung Ludwig (2015), Le Souffleur. Schürmann trifft Ludwig (2015), Mies & Collage (2016).


Holger Otten (*1975) M.A., studierte Kunstgeschichte, Deutsche Philologie und Neuere Geschichte in Köln und Basel. Er war ab 2004 als freier Kurator, Autor und Lektor tätig und arbeitet seit 2010 als Kurator im Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen. Jüngste Ausstellungen: „dis/order. Art and Activism in Russia since 2000“ (2017/18); „Mies van der Rohe. Die Collagen aus dem MoMA“, zusammen mit Andreas Beitin (2016/17). Jüngste Veröffentlichungen: „Architecture, Painting, and Sculpture as a Creative Unity“, Über das Verhältnis von Kunst und Architektur bei Mies van der Rohe, in: Mies van der Rohe. Montage Collage, hg. v. A. Beitin, W. Eiermann und B. Franzen, London 2016; Between One Time and Another, in Camera Austria, Heft 135, 2016; How to create a new game? Im Gespräch mit Paweł Althamer, in: Aachen Projects 1992/2010/2014, hg. v. E. Boehle, B. Franzen
und P. Potoroczyn, London 2016.


Die Kuratoren teilen sich den Preis, der mit insgesamt € 5.000.– dotiert ist.


Die Preisverleihung findet am Donnerstag, den 22. März im Ludwig Forum in Aachen statt.